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Referenzen - Testberichte

" Von Franz Holtmann " (Originaltext in www.akustik-gitarre.com)

 

Eigentlich war dieser trübe Tag im Dezember innerlich ja schon abgehakt. Keine Sonne seit einer Woche, eine matte Helligkeit stellte sich spät ein, ging dafür aber früh. Licht? Nun, Licht gab es eigentlich nur aus der Steckdose - wozu war man da eigentlich aufgestanden? Aus den Winterschlaf-Träumen riß mich dann aber unvermittelt ein forderndes Klingeln an der Wohnungstür, und sieh einmal an, der Paketbote (furchtbar gut gelaunt und voller Energie) kam mir mit Arbeit ins Haus.
Hoppla - was da aus dem Koffer lächelte, brachte ja doch noch so etwas wie Glanz in den bisher ansonsten so freudlosen Tag. […]

 
Konstruktion
 
Ohne zunächst nach dem Sinn und Zweck des Bauwerks zu fragen, muß man den Hut schon einmal ziehen vor einer zumindest optisch sehr vielversprechenden Arbeit. Geschmackssicheres Design, handwerkliche Perfektion, hervorragende Materialien und große Detailgenauigkeit zeugen von einer passionierten Einstellung zum Gitarrenbau. Müßig eigentlich zu versichern, daß hier mit "viel Liebe" gearbeitet wurde.Die Konstruktion der schwungvoll taillierten Gitarre ist von leicht rund angesetzten Schultern und einem vorn stark nach innen gewölbten zweiteiligen Boden gekennzeichnet. Die Zargentiefe variiert somit vom hinteren Bereich mit 11,5 cm bis nach vorn zum Halsansatz mit nur noch 8,5 cm. Die konische Abflachung in Richtung Hals wird dann auch ganz folgerichtig vom Halsstock in fließender Linie übernommen. Für den "bookmatched" geteilten Boden und die Zargen wurde exquisites ostindisches Palisander verbaut, dessen Wertigkeit von filigranen Zierstreifen rund um die Stoßkanten effektiv betont wird. Allein der extrem feine Herringbone-Streifen, der die Decke einschließt und weiterhin als Schallocheinlage und Bodenfuge Verwendung findet, gibt dem Instrument eine Kontur von dezenter Eleganz. Ansonsten sind die Bindings aus Palisander allseitig, aber unaufdringlich mit kontrastierenden Zierspänen unterlegt. Als Deckenholz verfügt das Instrument über eine langsam gewachsene und damit besonders feinmaserige deutsche Fichte von gleichmäßig paralleler Zeichnung. Auch die Decke wird von leichten Wölbungen unter Spannung gehalten und darüber in der Schwingungsentfaltung unterstützt. Der im vorliegenden Modell auf Kundenwunsch breiter als der Standard gebaute Hals aus tadellosem Cedro erinnert etwas an den einer Konzertgitarre, was von einem feinporigen Ebenholzgriffbrett noch unterstützt wird, dessen Wölbung allerdings wieder etwas stärker in Richtung Westerngitarre tendiert. Perlmuttene kleine Dots markieren, eingelegt in das Griffbrett und die Sichtkante, die Positionen für das Lagenspiel. 21 schlanke Bünde, handpoliert und perfekt abgerichtet, konnten bei dem bisher beobachteten Verarbeitungsniveau mit Recht erwartet werden. Einen besonderen Akzent erhält die "Meister III" durch den exklusiv gestalteten schlanken Kopf. Der obere Teil der Kopfplatte ist sehr geschickt und unauffällig angesetzt, um den Verschnitt des hochwertigen Materials in Grenzen zu halten. Ein kräftiges Furnier wunderbar gezeichneten Rio-Palisanders, in das ein Dreieck (Pyramide, Triangel) aus schillerndem Abalone eingelegt ist, gibt der Gitarre die letzte Eleganz. Geschlossene und goldfarbene De-Luxe-Mechaniken mit lachsrosafarbenen Tortoiseflügeln sorgen für die richtige Stimmung. Andere Details wie der Palisandersteg mit Ebenholzpins, Gurtpins aus Messing, eine zweifelsfreie innere Konstruktion mit sauberer Beleistung (X-Bracing) und nicht zuletzt eine die hervorragenden Hölzer verdient in Szene setzende, hochglänzende Lackierung zeugen allesamt von Geschmack und hoher Handwerkskunst.
 
Spiel- und Klangeigenschaften
 

Nun kann man nur gespannt sein, was der Einsatz bester Materialien und liebevoller Gitarrenbaukunst unter dem Strich an Klang liefert. Die zuvor beschriebenen Bedingungen sollten gute Ergebnisse zumindest in Aussicht stellen. Zunächst gilt es, die erwähnte größere Halsbreite zu relativieren. Die 46 mm am Sattel liegen nun zwar schon etwas über dem Durchschnitt für Stahlsaitengitarren, werden allerdings durch ein flach verrundetes D-Shaping des Halsprofils soweit ausgeglichen, daß sich ein ganz selbstverständliches und lockeres Spielgefühl einstellt. Der gute Raum für die Fingerplazierung links und die Pickings rechts geben große spielerische Freiheit. Zudem läßt sich der Hals auch noch mit dem Daumen umfassen, was für einige Stilistiken durchaus von Vorteil ist. Die Saitenlage ist enorm flach eingestellt, was zu einem fast mühelosen Spiel führt, aber auch die Klangfreiheit bei kräftigem Anschlag etwas eingrenzt. Nun handelt es sich bei der JAB aber auch um ein auf die persönliche Spielweise abgestimmtes Instrument, das seinem Besitzer auf den Leib geschneidert wurde. Der Grundcharakter der Gitarre läßt sich mit feiner Auflösung, Transparenz in den Stimmen und luftigem Timbre beschreiben. Die Baßsaiten zeigen bei einem mittleren Sustain die Tendenz, im Abklang in die Obertöne zu wechseln; zumeist erscheint die Quinte oder Oktave im Farbspektrum. Das bringt Leben in die Klänge, denn gerade in der Entwicklung und harmonischen Struktur von Obertönen zeigt sich eine gewisse Delikatesse im Sound. […]Der Baß der "Meister III" jedenfalls hat Kontur und reagiert schnell und präzise auf den Anschlag. Der Diskant weiß mit heller Klarheit, Präsenz und schönem harmonischem Schmelz zu gefallen. Auf die saubere, silberhelle und doch auch warme Artikulation folgt nach dem Anschlag eine beachtliche Tonentwicklung mit guter Trennschärfe und Durchsichtigkeit in der akkordischen Darstellung. Im Melodiespiel zeigen sich die beachtliche Substanz und Dichte des Tons auch und gerade in den höheren Lagen, was in Verbindung mit dem geglückten Halsshaping zu einem sehr erfreulichen Spielgefühl führt.

 
Fazit
 

Mit der "Meister III" gibt Christian Jablonski eine gute Visitenkarte ab. Seine Gitarre ist nicht nur aus besten Materialien und mit hohem Sachverstand gebaut, sondern zeigt auch eindrucksvoll die Vorzüge des individuellen Gitarrenbaus. Geschmackvolles und detailgenaues Design in Verbindung mit einer ausgewogenen Klangstruktur […] ergeben ein meisterliches Instrument, das Persönlichkeit und tonlichen Charme besitzt. Der hervorragend geschnittene Hals fühlt sich fest und ermutigend an, lädt somit förmlich ein zu kreativem Spiel. […]Christian Jablonski versteht sein Handwerk, empfiehlt sich für maßgeschneiderte Instrumente und zeigt ein beachtliches Talent in der Verbindung von Form und Inhalt. Fazit: gute Arbeit.

 

Technische Daten:

 

Jab1

 

Jab2

 

   

Herkunft

   

Deutschland

   

 

   

Typ

   

Steelstring

   

 

   

Decke

   

Fichte, massiv

   

 

   

Boden/Zargen

   

ostindischer Palisander

   

 

   

Hals

   

Cedro

   

 

   

Griffbrett

   

Ebenholz

   

 

   

Mensur

   

65 cm

   

 

   

Anzahl der Bünde

   

21

   

 

   

Hals-Korpus-Überg.

   

14. Bund

   

 

   

Halsbreite Sattel

   

46 mm

   

 

   

Halsbreite 12. Bund

   

56 mm

   

 

   

Steg

   

Palisander

   
 
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